Glückszahl 7, Pechzahl 13?! Oder: Warum Zahlen uns Glück bringen

Wer hat sie nicht – seine eigene Glückszahl? Oder auch Pechzahl? Manch einer hat gleich mehrere und manch einer verdient Geld damit, uns zu sagen, was unsere Namenszahlen, Liebeszahlen, Glückszahlen usw. über uns aussagen oder eben auch nicht. Woran glaubst Du? Hast Du auch eine persönliche Glückszahl oder gar mehrere, die auf keinem Lottoschein fehlen dürfen? Oder denkst Du, das ist alles nur Humbug?

Jetzt Merkur™ Spielautomaten Spielen

Zahlen über Zahlen – Das Glück ist eine Sieben, oder Drei, oder Fünf ...

So viel vorweg – es ist definitiv nicht überall auf der Welt gleich, aber eben auch nicht völlig anders…

In der Numerologie erhalten Zahlen einen Zusammenhang zugeschrieben, der rein gar nichts mit Mathematik zu tun hat. Was jedoch nicht heißt, dass der Sachverhalt nicht real wäre! Ganz im Gegenteil: Sowohl im Brauchtum als auch in der Religion und Mystik werden Zahlen zum Teil mit sehr realen Dingen verknüpft. So zum Beispiel, dass unsere Woche sieben Tage hat, unser Tag 24 Stunden und unser Jahr 365 Tage. Das ist real und nicht im geringsten Maße mythisch, dennoch ist vor allem unser Wochentagesanzahl, der Sieben, eine ganze Menge Mythologie zugeordnet.

Die Zahlensymbolik ist übrigens kein kleines Phänomen, sie ist weltweit in zahlreichen Kulturen und Religionen stark verbreitet und verankert. In vielen Regionen wird ihr so viel Bedeutung zugemessen, dass wirklich niemand dort umhin kommt, sich damit auseinanderzusetzen. Doch die Zahlensymbolik ist auch überall irgendwie anders, aber auch irgendwie wieder gleich….

Wenn Glückszahlen einfach nur Humbug wären, was ist Glücksspiel dann?

Eine so stark verbreitete Lehre hat es natürlich auch in die Welt des Glücksspiels geschafft. Und das nicht nur, weil Roulette, Lotto und Co. eben mit Zahlen funktionieren. Beinahe jeder Glücksspieler hat wenigstens eine eigene Glückszahl oder Pechzahl und spielt auch mit dieser oder vermeidet sie eben. Und das ist so, obwohl keinerlei Strategie angewandt werden kann, die mit Glückszahlen die Chance des Gewinnens erhöhen würde. Es geht einzig und allein um den Glauben daran und natürlich ... das Glück.

Woher das kommt, ist denkbar einfach erklärt: Unsere gesamte Weltkultur lebt nach solchem Aberglauben, auch wenn manch einer den Glauben an Glückszahlen nie mit Aberglauben in einen Topf werfen würde, so ist es doch genau das. Wir schreiben die 9, die 13 und die 27 ja nicht einfach so auf unseren Lottoschein, sondern weil wir am 27 Geburtstag haben, oder am 13 geheiratet haben oder eben unser erstes Kind gerade 9 Jahre alt geworden ist. Egal, warum wir eine Zahl auswählen, wir wählen doch mit dem Glauben an Glück. Und dieser ist tief verwurzelt im Aberglaube.

Wir alle lesen und lernen und hören zu – von Kindesbeinen an wird uns dabei nahe gebracht, dass bestimmte Zahlen bestimmte Dinge auslösen. So heißt es nicht nur in Deutschland „Aller guten Dinge sind drei“ oder gibt es in der Ehe „das verflixte siebte Jahr“. Besonders gute Quellen für diese tief verwurzelte Zahlensymbolik sind übrigens nicht nur die Religionen, sondern vor allem unsere Märchen, Sagen und Mythen.

Märchen, Mythen und Religionen – Aberglaube hin oder her, wir sind selbst unser Glückes Schmied

In unseren altbekannten Märchen werden wir als Kinder zum ersten Mal mit Zahlen als Symbolen von Glück, Unglück, Magie und großer Bedeutung konfrontiert. Hierin sind vor allem die Zahlen drei, sieben, dreizehn, aber auch die Zahlen zwölf, zwei und vier von Bedeutung.

So hat zum Beispiel Aladin drei Wünsche frei, die ihm sein Leben verschönern soll. So verliert Aschenputtel am dritten Abend ihren gläsernen Schuh, der ihren Prinzen am Ende zu ihr führt. So schaffen es sieben Geißlein, den bösen Wolf zu bekämpfen. Und so helfen sieben Zwerge dem schönen Schneewittchen, die beim dritten Versuch der bösen Stiefmutter beinahe ums Leben kommt. Und auch Dornröschen fällt der Zahl Dreizehn zum Opfer, denn es ist die dreizehnte Fee, die den bekannten Fluch ausspricht.

Aber wir haben auch in den meisten Märchen viermal wiederholte Sprüche, wie zum Beispiel in Rapunzel, die vier Mal ihr Haar herunterlassen sollen. Und auch die Zwölf und die Dreizehn sind besonders häufig in den bekannten Märchen zu finden. So sind es zwölf Brüder, die in Schwäne verwandelt werden und von ihrer Schwester, dem dreizehnten Geschwister, gerettet werden können.Genauso sind es zwölf Schwestern in ihren zertanzten Schuhen, die nur von einem jungen Mann (im übertragenen Sinne der Dreizehnte) gerettet werden können. Dafür muss er sie übrigens drei Nächte lang beobachten.

Wer also als Kind viel und gerne Märchen gehört, gelesen oder gesehen hat, ist unmittelbar von der Glückszahlensymbolik betroffen und wird diese auch mit hoher Wahrscheinlichkeit verinnerlicht haben. So werden dann die meisten in der Sieben eine magische Zahl sehen und in der Dreizehn häufig eine Unglückszahl. Ein Freitag, der Dreizehnte, hat es uns dabei besonders angetan – er ist gemeinhin als Pechtag bekannt und es gibt sogar Menschen, die an Paraskavedekatriaphobia leiden – der Angst vorm Freitag, dem Dreizehnten. Auch wenn die an dem Tag lieber im Bett bleiben, wollen auch immer mehr Menschen diesem Glauben ein Ende setzen, indem sie zum Beispiel an einem Freitag, dem Dreizehnten, heiraten.

Glücks- und Unglückszahlen in unserem Alltag - nicht nur der religiöse Mensch hat Glückszahlen

Diese so vermittelte Zahlensymbolik greift soweit, dass man beispielsweise in Flugzeugen niemals eine Sitzreihe 13 finden wird, es gibt lediglich die Reihe 12A. Auf Kreuzfahrtschiffen existiert kein dreizehntes Deck und in den USA wird es auch heute noch vermieden, in einem Wolkenkratzer ein dreizehntes Stockwerk zu benennen. Selbst in den meisten Krankenhäusern findet sich kein Zimmer mit der Nummer Dreizehn, da sie befürchten, dass sich kein Patient freiwillig in dieses Zimmer begeben würde. Betrachtet man unseren Alltag findet man noch unzählige solcher Beispiele, die sehr gut zeigen, wie tief verwurzelt der Aberglaube doch in uns ist.

Viel von dem, was wir mit Zahlen verbinden, kommt aber nicht nur aus Märchen, sondern auch Religion hat viel mit Zahlensymbolik zu tun. Sieht man sich beispielsweise die Bibel an, so entdeckt man Unmengen an Symbolen, die durch Zahlen ausgedrückt werden.

So spiegelt zum Beispiel die Zahl Eins die Einheit und die Unendlichkeit wider, die auch als Symbol Gottes selbst gesehen wird. Deshalb sollen Mann und Frau in einer Ehe auch „ein Fleisch“ sein – sie sollen eine Einheit bilden sein.

Aber auch die aus den Märchen schon bekannte Zahl Drei zeigt sich in den theologischen Tugenden - Glaube, Liebe, Hoffnung – sowie in der Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Egal, wo wir hinschauen, Zahlensymbolik umgibt uns überall.

Zahlen über Zahlen – Glück und Unglück im Spiel, der Liebe, dem Leben und unserer Geschichte

Betrachtet man die Bibel und andere Religionsbücher etwas mehr, findet man noch viele solcher Beispiele. So zeigt sich zum Beispiel die Zahl Vier in den vier Ursünden der Urgeschichte (Sündenfall, Brudermord, Sintflut, Turmbau). Die Zahl Sechs zählt die Werktage der Schöpfung, findet sich im Davidstern und in der dreifachen Wiederholung 666 deutet sie Unglauben an. Die Zahl Sieben zeigt sich in der 7-Tage-Schöpfung, in den sieben Bitten des Vaterunser und in der katholischen Lehre in den sieben Sakramenten. Die Zahl Acht zeigt sich in den acht geretteten Menschen der Arche, in der Auferstehung Jesu am achten Tag usw.

Doch das Verbinden von Zahlen mit Mystik und dem Wunsch, die Welt zu erklären, hat schon lange vor der Bibel begonnen – so finden sich auch in altorientalischen Religionen, wie zum Beispiel der aus dem alten Babylon, viele Zahlen in Verbindung mit einer bestimmten Symbolik wieder. Damals waren Zahlen gänzlich mit Mystik und mit Astronomie verbunden, was schon fast wieder in die mathematische Richtung geht. Aber eben nur fast... So wurden nicht nur die Konstellationen, sondern der Einfluss der Sterne mit Zahlen erklärt.

Zum Beispiel die Zahl Zwei wurde mit der Zweiteilung des Weltalls verbunden, mit Sonne und Mond, mit oben und unten. Die Zahl Vier wurde mit den vier Jahreszeiten, den vier Winden, den vier Phasen des Mondes und den vier Weltrichtungen in Verbindung gebracht. Die Sieben hingegen verband man mit der Zahl der am Himmel sichtbaren Planeten, der Gestirne (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn). Besonders bezeichnend ist hier auch die Ansicht, dass der siebente Tag der Woche als Unglückstag angesehen wird, die babylonische Flut sieben Tage steigt und sieben Tage fällt und die Unterwelt im alten Babylon sieben Tore hatte.

Man könnte diese Liste unendlich weiterführen, denn in der Bibel, in Aufzeichnungen aus dem alten Babylon und in vielen anderen alten religiösen, geschichtlichen und mythischen Aufzeichnungen finden sich für Zahlen bis hin in die Tausender unzählige symbolische Beispiele. Nicht nur religiöse Menschen finden diese Symbolik in ihrem Alltag wieder, sie hat sich in unserer Kultur so sehr verankert, dass jeder von uns die zehn Sünden kennt, die 7-Tage-Woche (der Schöpfung) lebt und bei der 666 irgendwie ein mulmiges Gefühl verspürt.

Und dies sind nur wenige Beispiele aus wenigen Religionen, was würde man noch finden, wenn man alle Religion betrachten würde? Man fände mit ziemlicher Sicherheit noch hunderte weiterer Beispiele für Zahlensymbolik, die sich in unserem Alltag zeigen, ohne das wir es überhaupt merken.

Die Unglückszahl per se – die 13

Das wohl bekannteste Beispiel überall auf der Welt ist die Zahl Dreizehn, die übrigens besonders schnell als Unglückszahl abgestempelt wurde. Zumindest in unserer westlichen Kultur ist sie für die meisten die Zahl, die das sogenannte geschlossene System übersteigt: Wir haben nämlich zwölf Monate, zwölf Tierkreiszeichen, zwei Mal zwölf Stunden am Tag und so weiter und so fort. Doch die Dreizehn übersteigt dies, sie zerstört das System. Deshalb repräsentierte sie, einigen Quellen zufolge, bereits im alten Babylon die Unterwelt und war damit natürlich eher weniger beliebt. Im alten China galt der Dreizehnte Monat damals als „Herr der Bedrängnis“, und war damit ebenfalls nicht gut angesehen. Auch im Christentum war es der dreizehnte Apostel, Judas, der seinen Herrn verraten hat und fortan kein beliebter Zeitgenosse war, und die jüdische Kabbala kennt dreizehn böse Geister, die auch niemand mag!

In diesen Kulturen war und ist die Dreizehn keine gute Zahl und wird gerne vermieden. Aber es gab und gibt auch viele Kulturen, die das anders sahen und zum Teil auch heute noch sehen. Die bekanntesten Beispiele sind die Mayas und die Wikinger. Sie wussten sehr gut um den natürlichen Rhythmus von Zeit und hatten daher Dreizehn Monate, also dreizehn Monde von je 28 Tagen, zu ihrem Jahr gemacht. Die Dreizehn stellte hier also das geschlossene System des Mondlaufes und des Jahres dar. Bei den Mayas galt die Zahl Dreizehn daher auch als höchste Zahl der Zeit. Sie war hoch angesehen und keinesfalls mit etwas schlechtem verbunden.

Trotzdem ist in unserer heutigen Kultur die Dreizehn nicht gut angesehen und die dreizehn Monate gelten schon lange nicht mehr als Jahr. Daran sind vor allem die Babylonier – oder besser gesagt die babylonischen Priester – Schuld. Sie hassten die Dreizehn, da sie das Maß des weiblichen Zyklus darstellt (13 Mal 28 Tage). Aus diesem Hass heraus wurde der Aberglauben in die westliche Welt geboren, dass die Dreizehn eine Unglückszahl ist. Die Babylonier sind damit auch Schuld daran, dass wir heute den zwölf-Monats-Kalender haben. Und ganz ehrlich, jeder von uns hat hin und wieder schon gedacht, dass dieser Rhythmus irgendwie nicht so ganz dem Rhythmus der Natur entspricht. Doch die westliche Welt hat sich angepasst und hat so auch ganz schnell den Aberglauben übernommen.

Zahlensymbolik in anderen Ländern – Glücksspiel gewinnt man in China mit der Acht

Doch Wikinger, Mayas und Babylonier hin oder her – egal wo es herkam, heutzutage gelten viele Zahlen als gut und andere eben als schlecht. Und das ist in vielen Kulturen gleich, doch auch wenn wir zum Teil sogar derselben Geschichte und Kulturgeschichte entsprungen sind, so haben sich doch überall auf der Welt zum Teil sehr verschiedene Zahlen in den Aberglaube der Menschen geschlichen.

In China beispielsweise gelten vor allem die Drei, die Fünf, die Acht und die Zwölf als wichtige Glückszahlen. Wobei die Acht die höchste Glückszahl ist, da sie so ähnlich klingt, wie das chinesische Wort für Reichtum. Die Vier hingegen wird in China als absolute Unglückszahl gesehen, ebenso wie die Sieben und die Zehn. Und zwar so sehr, dass man versucht, sie möglichst in allen Lebenslagen zu vermeiden oder zu ersetzen. Grund für deren Unglück ist übrigens die Lautähnlichkeit zu Wörtern wie Tod oder sterben.

In Deutschland sieht man das zumindest bei der Vier ganz anders. Sie wird hierzulande als Glückszahl angesehen - oder wer von uns hätte nicht schon mal versucht, das vierblättrige Kleeblatt zu finden. Bei der Zehn hingegen sind wir uns nicht einig. Die meisten sehen sie als neutrale Zahl an, aber einige – vor allem, wenn sie die Bibel gut kennen, sehen sie mal als gut und mal als schlecht an. Denn auch die Bibel ist sich nicht einig, ob es eine gute oder eine schlechte Zahl ist. So gibt es die zehn Schöpferworte und die zehn Gebote aber auch die zehn Plagen und die zehn Aussätzigen.

Ebenso wie in den USA, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sehen wir die Sieben häufig als Glückszahl an, die Dreizehn wollen wir jedoch meist nicht in unserer Nähe haben, weder Roulette-Zahl, noch im Lotto.

In Italien ist das übrigens anders! Hier gilt die Dreizehn (fast im ganzen Land) als absolute Glückszahl und fast jeder würde die auf seinem Lottoschein ankreuzen. Der Grund? Sie ist die Anzahl der Saint of Naples, und die sind hoch angesehen in weiten Teilen Italiens. Im Land der Pizza und Pasta gilt übrigens auch die Drei als perfekte Nummer – das hat Italien mit Schweden gemeinsam. Die Drei zeigt sich im Dreieck und wird als unzerstörbar angesehen und sie zeigt sich in der Dreifaltigkeit, die als gut und wertvoll gilt. Schwedens Nachbar, Norwegen sieht die Zahl Neun als Glückszahl an, was auf die neun erschaffenen Welten der nordischen Mythologie zurückgeht.

Das einzige Land, das sich zu Glücks- und Unglückszahlen übrigens nicht so richtig äußern will, ist Russland. Hier gibt es zwar auch Märchen, Sagen und Mythen, die Zahlen als Symbole verwenden, aber einig sind sie sich dabei nicht. In Russland scheint jeder mit sich selbst auszumachen, welche Zahlen er für sein Glück auswählt, oder eben nicht. Aber ganz ehrlich: Egal, welche Zahlen jeder zu seinen persönlichen Glücks- oder Unglückszahlen macht, wichtig ist allein der Glaube daran, ganz gleich wo er genau herkommt.

Jetzt Merkur™ Spielautomaten Spielen